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Erdgas ist seinen Preis wert !


In den Medien ist in letzter Zeit viel über hohe Energiepreise berichtet worden und über die Mentalität großer Versorgungsunternehmen und Stadtwerke, ihre Kunden mit überhöhten Preisen zu überziehen. Vor Gericht gibt es Rechtsstreit darüber, ob Preiserhöhungen angemessen waren, und dass Versorger ihre Kalkulation offen legen sollten. Hierzu hat gewiss jeder seine Meinung.

Um zu einem abgewogenen Urteil zu gelangen, sollte man aber wichtige Fakten in die eigne Beurteilung einbeziehen. Der Erdgaspreis folgt vertraglich festgelegt in einer Preisformel zwischen Großhändler und Stadtwerken dem Heizölpreis mit einem gewissen zeitlichen Verzug. Dies hat seine Begründung in der Bedeutung des Erdöls weltweit und in Deutschland, wenn man Haushalte, Gewerbe, Industrie und Verkehr insgesamt einbezieht. Diese Ölpreisformel hat für die Verbraucher eine Schutzfunktion. Würde man den Gaspreis vom Ölpreis entkoppeln, würden die Erdgaspreise in Deutschland in die Höhe schnellen, weil es in Europa und in der Welt eine Übernachfrage nach Erdgas gibt. Vielleicht sollten wir uns als Verbraucher aber auch die kritische Frage stellen, warum die Benzin- und Diesel-preise in ungeahnte Höhen schnellen können, ohne dass sich Verbraucherorganisationen und Medien lautstark bemerkbar machen.

Erdgas ist eine Primärenergie. Sie kommt praktisch ohne Umwandlungsverluste ins Haus. Beim Strom rechnet man vergleichsweise mit einem Kraftwerkwirkungsgrad von etwa 35%. Das heißt, dass von 100 % eingesetzter Primärenergie im Kraftwerk knapp 2/3 verloren gehen. Dies schlägt sich natürlich im Preis nieder. Für den Gasherd braucht man bei intensiver Nutzung etwa 1.000 KwH im Jahr. Die Kosten liegen im groben Vergleich bei etwa 100 Euro. Ein Elektroherd mit gleichem Verbrauch hat Stromkosten von etwa 200 Euro im Jahr. Ein Gasherd ist also in jedem Fall wirtschaftlich vorteilhaft. Nutzt man im Haus ohnehin eine Gasheizung mit Warmwasserbereitung gelten bei den Stadtwerken im Allgemeinen Sondertarife, die den Kleinverbrauchstarif für den Gasherd ausschalten und die Jahresbetriebskosten noch günstiger gestalten.

Energiespartipps für die Erdgasküche

Auch beim täglichen Kochen kann man Energie einsparen, wenn man sich an gewisse Regeln hält.
Bei Töpfen, die nicht durch einen Deckel geschlossen werden, kann die Hitze entweichen und hierdurch wird der eigentliche Kochvorgang deutlich verlängert. Daher: Immer einen Deckel benutzen und den Topf geschlossen halten.
Vielfach wird Gemüse in Wasser gekocht. Hier sollte man jedoch bedenken, dass es vollkommen ausreichend ist, das Gemüse zu dünsten. Es reicht eine geringe Menge Flüssigkeit. Zum einen wird hierdurch Energie eingespart und zum anderen wird das Gemüse schonender zubereitet– wertvolle Vitamine bleiben erhalten.
Grundsätzlich sollte man auch immer das richtige Kochgeschirr verwenden. Brennergröße und Durchmesser des Topfes sollten optimal aufeinander abgestimmt sein. Ist der Brenner größer als der Topf, so entweicht Hitze an den Seiten und rund 20 Prozent der Energie werden verschwendet.
Beim Kauf von Kochgeschirr sollte man bereits darauf achten, dass dieses über eine gute Wärmeübertragung verfügt.
Wer die Speisen im heißen oder warmen Zustand in den Kühlschrank stellt, der verbraucht unnötig Energie, denn der Kühlschrank benötigt mehr Strom, um die Innentemperatur gleichmäßig zu halten. Hierin liegt auch der Grund dafür, dass Kühl- und Gefrierschränke grundsätzlich nicht neben Heizungen und Backöfen platziert werden sollten, sowie eine direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden sollte.
Vielfach werden viel zu niedrige Temperaturen für den Kühlschrank gewählt. Grundsätzlich reicht eine Temperatur um die sieben Grad aus, um die Lebensmittel frisch zu halten. Bei Gefrierschränken gilt ein Richtwert von minus 18 Grad. In regelmäßigen Abständen sollten die Dichtungen kontrolliert werden, damit sicher gestellt ist, dass keine kühle Luft entweichen kann – im Notfall sollten die Dichtungen erneuert werden. 

Energieverbrauch_180                 Primärenergieverbrauch im Vergleich

Wenn Sie bereits mit Erdgas heizen und Warmwasser bereiten, kochen Sie mit Erdgas äußerst günstig zum Vollversorgungstarif .
Der Gasherd nutzt die eingesetzte Primärenergie wesentlich besser aus. 
Die Grafik zeigt den Primärenegieverbauch in kWh pro Gericht. Der Energieverbrauch bezieht sich bei der Mikrowelle auf ein Fertiggericht und bei den Herden auf frisch zubereitete Gerichte.

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