Natürlich Erdgas
Frisches,
sattes Grün, schöne Wälder. Erholung an der frischen
Luft. Die Natur schenkt uns viel. Und wir sollten darauf achten, sie zu
bewahren. Die sich abzeichnenden Veränderungen des Weltklimas
sprechen eine klare Sprache.
Darum sollten wir eine umweltschonende Wärmeenergie nutzen. Erdgas
ist von Natur aus umweltschonend. Direkt und unterirdisch wird es
dorthin transportiert, wo es benötigt wird. Andere Energien
müssen erst umgewandelt werden, wobei die Natur oft belastet wird.
Nicht so beim Erdgas. Als Primärenergie ist es natürlich
sparsam einsetzbar und verbrennt schadstoffarm. Das sind gute
Gründe, weshalb viele Menschen überlegen, heute auch mit Gas
zu kochen.
Die Geschichte vom Erdgas Erdgas ist Sonnenwärme aus der Erde. Denn Erdgas ist vor
Jahrmillionen entstanden, als Kleinstlebewesen, Algen und Plankton in
den Urmeeren abstarben, auf den Grund sanken und überdeckt wurden.
Unter Luftabschluss, hohem Druck und hoher Temperatur bildete sich dann
durch chemische Umwandlungsprozesse Erdgas. Die ersten Menschen, die
Erdgas nutzten waren vor ca. 3000 Jahren die Chinesen, die entdeckten,
dass aus der Erde kleine Flammen züngelten. Sie bauten auch die
ersten Pipelines, damals aus Bambus.
Die moderne Geschichte vom Erdgas in Deutschland beginnt mit
großen Erdgasfunden in der niederländischen Nordsee, im
Slochteren-Feld etwa um 1960. Um 1970 begann die Erdgaseinführung
in Deutschland und damit die Verdrängung des Stadt- oder
Kokereigases aus Haushalten, Gewerbebetrieben und Industrie. Die
Werbefigur Trixie Sonnenschein warb für die neue Erdgasheizung,
die Heizung mit K(n)öpfchen. Mit diesem Slogan wurde auf den
Anwendungskomfort von Erdgas hingewiesen. Ergas verdrängte
sukzessive das leichte Heizöl als Wärmeenergie in der
Wohnungsbeheizung. Heute wird fast die Hälfte aller Wohnungen in
Deutschland mit Erdgas beheizt, nämlich 48 %, gefolgt von
Heizöl mit 30,7 % und der Fernheizung mit 12.5 %. Strom hat einen
Anteil an der Wohnungsbeheizung von 5,8% und Kohle 3,0 %. Erdgas wird
nicht nur zum Heizen sondern auch zur Warmwasserbereitung und zum
Kochen genutzt. Im Erdgas vollversorgten Haus werden der
Geschirrspüler und die Waschmaschine mit Warmwasser aus dem
Erdgaskessel versorgt. Der Gaswäschetrockner wird direkt beheizt.
Ebenso der Erdgasgrill für die Terrasse und der Terrassenstrahler,
den man auch aus der Gastronomie kennt. Wer’s mag kann sich auch
eine nostalgische Erdgaslaterne vor das Haus stellen. Es gibt auch hier
eine große Auswahl.
Energie mit Zukunft Das Umweltbundesamt bescheinigt Erdgas gegenüber allen anderen
fossilen Energieträgern eine besondere Umweltfreundlichkeit.
Aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung (hoher Methananteil, wenig
Kohlenstoff) verbrennt Erdgas praktisch schadstofffrei. Die Verluste
bei Förderung und Transport sind sehr gering, dies hat man
speziell beim russischen Pipeline-System wissenschaftlich sehr genau
untersucht. Damit hat unverbranntes Erdgas praktisch keinen
klimawirksamen Effekt. Wer sich Sorge um Natur, Umwelt und Klima macht
kann also beruhigt sein.
Ein weiterer Aspekt spricht für Erdgas: Es ist eine
Primärenergie, die praktisch ohne Umwandlungsverluste ins Haus
kommt. Jede andere Energieart, ob fest oder flüssig, muss
physikalisch gesehen erst „vergast“ werden, bevor sie
verbrennt. Damit ist es schwieriger eine schadstoffarme Verbrennung zu
gewährleisten. Erdgas verbrennt dank modernster Geräte sehr
sparsam und schont auf diese Weise Umwelt und im Hinblick auf den
Verbrauch auch den Geldbeutel. Dies gilt uneingeschränkt auch
für den Gasherd.
Erdgas wird neben seinen bekannten Anwendungsmöglichkeiten im Haus auch für
Erdgasfahrzeuge eingesetzt. Ein Erdgasauto bietet denselben Komfort in
Ausstattung und Motorisierung wie mit Benzin oder Diesel betriebene
Fahrzeuge.
Neue kleine Erdgasgeräte, die zugleich Wärme und Strom
produzieren sind bereits am Markt (Mikro-KwK), die kleine
Gaswärmepumpe ist in Vorbereitung und nicht zuletzt läuft
bereits die mit Erdgas betriebene Brennstoffzelle auf den
Prüfständen der Hersteller. Sie produziert Wärme und
Strom durch einen chemischen Umwandlungsprozess und könnte die
richtige Technologie für ein späteres Wasserstoffzeitalter
sein. Beim Wasserstoff würde man das vorhandene
Erdgas-Pipelinenetz weiter nutzen.
Erdgas ist weltweit eine begehrte Energie. Deutschland hat den Vorteil durch seine
Lage in der Mitte Europas und die Nähe zu den großen
Lieferländern Russland, Norwegen und Niederlande auf beachtliche
Vorräte zurückgreifen zu können. Die Erdgasvorräte
weltweit reichen für etwa 60 Jahre, wenn man den aktuellen
Welt-Erdgasverbrauch zugrunde legt. Die Vorräte der bereits
bekannten aber zurzeit nicht wirtschaftlich sinnvoll
erschließbaren Reserven belaufen sich auf etwa 150 Jahre. Dazu
kommen noch unkonventionelle Erdgaslagerstätten, z.B. Erdgashydrat
in der Tiefsee, wo die technische Erschließung derzeit erforscht
wird.
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Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V.
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